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Barntruper Kunstpfad

Im Rahmen der Zukunftsentwicklungsplanung der Stadt Barntrup wurde in Abstimmung mit dem früheren Bürgermeister Herrn Herbert Dahle auf Initiative von Herrn Wolfgang Redeker der Barntruper Kunstpfad ins Leben gerufen. Inhalt dieses Projektes ist es, an den Spazier - und Wanderwegen sowie dem Stadtpark Skulpturen aus Stein, Metall oder Holz zu installieren.

Ausgewählt wurden markante Punkte, die gleichzeitig ein Stück der Geschichte der Stadt Barntrup erzählen. Jedes Objekt ist mit einer textlichen Information versehen, die etwas über den Aufstellungsort aussagt und Auskunft über den jeweiligen Künstler und Sponsor gibt.

Auf der Seite Lipperland.deIcon das einen externen Link kennzeichnet finden Sie, unter der Nummer 82, GPS-Daten zum Kunstpfad. Mit einem Klick auf den Track in der Karte, können Sie diesen als .gpx herunterladen.

Die Stadt Barntrup bietet öffentliche Führungen auf dem Kunstpfad an.
Informationen und Buchungen:
Zeitreise Marion Behrend
email zeitreise.mb@googlemail.com
Homepage:  StadtführungIcon das einen externen Link kennzeichnet

Lageplan der Objekte

Lageplan des Kunstpfades

Mit einem Klick auf das entsprechende Bild, wird Ihnen dieses größer angezeigt.


Sonnentraum
Foto des Kunstobjektes Sonnentraum

Als Auftakt und Beginn des Barntruper Kunstpfades wurde am Beginn der Birkenallee die Skulptur „Sonnentraum" aufgestellt.

Der Stein symbolisiert die Stärke und das Alter der Stadt Barntrup. Die Installation; die Sonne mit ihren reflektierenden Strahlen.


Kunstobjekt Sonnentraum, Künstler: Sieglinde Strohmeier, Foto: Dr. Plachky


Wallbaums Ruh - Besinnung
Foto des Kunstobjektes Wallbaumsruh

Als nächstes Objekt wurde die Skulptur „Besinnung" an dem bekannten Ort Wallbaums Ruh installiert.

Der frühere Besitzer des Hotels -Deutsches Haus-, Herr Wallbaum, hat hier an einer Doppeleiche die vorbeigehenden Spaziergänger zur Besinnung aufgerufen und eine Bank sowie eine Wassertretstelle aufgebaut. Leider ist nur noch eine Bank vorhanden.

Die Künstlerin, hat hier mit den Materialien Holz und Stein einen Stuhl konzipiert, der die Besinnung wieder ins Leben rufen soll. Herr Wilhelm H. Schürmann hat zu diesem Ort der Zwillingseiche/ Wallbaums Ruh ein Gedicht geschrieben, das interessierte Spaziergänger auf einer Tafel nachlesen können.


Kunstobjekt Besinnung, Künstler: Sieglinde Strohmeier, Foto: Redeker


Der Schwimmer
Foto des Kunstobjektes Der Schwimmer

An den Fischteichen wurde die Installation "Der Schwimmer" aufgestellt. Eine Skulptur aus Edelstahl, die mitten im Teich verankert wurde.

Von 1920 bis 1950 wurde einer der Fischteiche als Schwimmteich genutzt . Das war zu seiner Zeit in Lippe sensationell.

1925 wurde dann das Schwimmbad gebaut und die Fischteiche dienten als Wasserzufuhr für das Freibad. 1970 folgte dann eine Traglufthalle und 1997 eine komplette Erneuerung des Freibades.



Kunstobjekt Schwimmer, Künstler: Wolfgang Redeker, Foto: Redeker


Der Barntruper
Foto des Kunstobjektes Der Barntruper

Die Skulptur "Der Barntruper" steht für die Barntruper Bürger.

Der Barntruper ist Lokalpatriot, steht ein für seine lippische Herkunft, speziell für sein Städtchen mit dem beeindruckenden Weser-Renaissance-Schloss, der lieblichen Landschaft und den schönen Wanderwegen. Er liebt das einfache Leben, ist fleißig und sichert so seine Grundbedürfnisse.

Seit Barntrup im Jahr 1376 die Stadtrechte erhielt muss er mit dem Spottspruch "Barntrup will auch noch was" leben! Mit dieser Aussage kokettiert er jedoch gerne.

Seine Sparsamkeit ist legendär und solange man ihn finanziell nicht überstrapaziert, liebt er die Gesellschaft in froher Runde.


Kunstobjekt Der Barntruper, Künstler/ Idee: Wolfgang Redeker, Realisierung: Sieglinde Strohmeier, Foto: Redeker


Die Augen
Foto des Kunstobjektes Augen

Ein Auge für die Natur hatte 1929 der Barntruper Geschäftsmann Ernst Tintel, der die Teichanlage für die Bürger gestiftet hat.

Unterstützt hat ihn dabei der damalige Bürgermeister Wedderwille. Ganz in der Nähe gab es damals ein Hinweisschild, das den Weg zum Ausflugslokal "Tannenklause" beschrieb.

"Ich bin ein Jäger weit gereist und weiß, was Tannenklause heißt."


Kunstobjekt Die Augen, Künstler: Sieglinde Strohmeier, Foto: Dr. Plachky


Sculpture of Fame
Foto des Kunstobjektes Sculpture of Fame

Für Hollywoodstars bedeutet ein Stern mit ihrem Namen auf dem "Walk of Fame" eine hohe Auszeichnung.

Auch die Barntruper "Sculpture of Fame" möchte Menschen auszeichnen und ihnen einen Stern verleihen. Diesen erhalten Bürgerinnen und Bürger, die sich in ganz unterschiedlicher Weise durch ihr besonderes Engagement um unsere Stadt verdient gemacht haben.

Die "Sculpture of Fame" ist kein abgeschlossenes Kunstwerk, sondern soll immer wieder durch Sterne mit Namen ausgewählter Personen erweitert werden.


Kunstobjekt Sculpture of Fame, Künstler: Hildegard Steinheider mit Schülern der Hauptschule Barntrup/ Dörentrup, Foto: Redeker


Eingefangene Symbolik
Foto des Kunstobjektes Eingefangene Symbolik

Der Kreis symbolisiert den Kosmos, die Ewigkeit und die von Gott geschaffene Vollkommenheit.

Das Dreieck steht für die Dreifaltigkeit des Neuen Testaments.

Das Quadrat ist Sinnbild der Erde und des irdischen Schaffens.

Die Grundfarben Rot, Gelb und Blau werden bereits im Alten und Neuen Testament genannt und stehen im gemeinsamen Farbklang seit dem Mittelalter für die universelle Harmonie der göttlichen Schöpfung.


Kunstobjekt Eingefangene Symbolik, Künstler: Dagmar Stark, Gymnasium Barntrup, Foto: Dr. Plachky


Neue Pforte
Foto des Kunstobjektes Neue Pforte

Der ehemalige Friedhofseingang wird durch die behutsame Überarbeitung und Ergänzung mit neuen Materialien und Oberflächen zur adäquaten Pforte in den neu gestalteten Stadtpark.
Kunstobjekt Neue Pforte, Künstler: Sieglinde Strohmeier, Foto: Dr. Plachky


Stelensymphonie
Foto des Kunstobjektes Stelensymphonie

Stelensymphonie mit folgenden Themen:

  • Geometrische Formen, Standort Stadtpark
  • Schlangen, Standort Stadtpark
  • Gesichter des "Friedensreich Hundertwassser", Standort Gymnasium Barntrup
  • Landschaftsstelen, Standort Stadtpark
  • Hommage á Ottmar Alt, Standort Stadtpark
  • Florale Kompositionen, Standort Stadtpark 


Kunstobjekt Stelensymphonie, Künstler: Schüler des Gymnasiums Barntrup unter der Kursleitung von Frau Dagmar Stark, Foto: Wolfgang Redeker


Mühlsteine
Foto des Kunstobjektes Mühlsteine

Bereits um 1850 stand hier eine Mühle mit einem Wasserrad ("Thies Mühle"), in der Korn gemahlen wurde. Dies war nur möglich, wenn ausreichend Wasser im Teich vorhanden war. Die Bauern der Umgebung brachten ihr Korn zur Mühle, um es für den Eigenverbrauch mahlen zu lassen. Sie verkauften aber auch Korn an die Familie Thies, die dann das Mehl an den Einzelhandel veräußerte.  

Der Mühlteich (den Barntrupern bekannt als "Thies Teich") erfüllte noch einen anderen Zweck. Wenn in den Wintermonaten der Teich zugefroren war, vergnügten sich zahlreiche Bewohner Barntrups (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) beim Schlittschuhlaufen.

1933 brannte die Mühle ab und ein Wohnhaus wurde erbaut.


Kunstobjekt Mühlsteine, Künstler: Wolfgang Redeker, Foto: Redeker


Ziegelstein
Foto des Kunstobjektes Ziegelstein

Bereits 1653 wurden in Barntrup die ersten Ziegel gebrannt. Aus 8 Lehmkuhlen in und um Barntrup wurde bis 1911 der Rohstoff geholt. Viele Wanderziegler und -arbeiter gingen ab 1776 auf Arbeit Richtung Ruhrgebiet und Norddeutschland.

Neben der städtischen Ziegelei an der Alverdisser Straße (bis 1911) stand am heutigen Sportplatz die Ziegelei Drewes, die von 1882 bis 1927 aktiv war.

  • 1889: Gründung des Zieglervereins Barntrup
  • 1956: Ende der Wanderzieglergängerei
  • 1989: 100 Jahre Zieglerverein Barntrup, 52 Mitglieder
  • 1991: Der Zieglerverein Barntrup tritt dem Heimatverein Barntrup als Zieglergruppe bei.
  • Rückfragen zu den Zieglern: Herr Hans-Georg Sprenger, Tel.: 05263/ 2723.

Interessantes zu der Geschichte der lippischen Ziegler finden Sie etwa 30 Kilometer entfernt im Ziegeleimuseum in LageIcon das einen externen Link kennzeichnet.


Kunstobjekt Ziegelstein, Künstler: Wolfgang Redeker, Foto: Redeker


Barntruper Bär
Foto des Kunstobjektes Barntruper Bär

Die Stadt Barntrup liegt auf einem Hügelrücken, auf dem sich die ersten Familen ab 1317 ansiedelten. Der Name des Ortes war damals laut einer alten Urkunde (von 1359) "Alten-Berlinctorpe". Er änderte sich des Öfteren, zuletzt von - Berntorp - Berentorp - zu Barntrup.

Der Teutoburger Wald war zu damaliger Zeit von vielen Bären besiedelt, auch im Bereich Barntrup. Es entstand somit der sinngebende Name. Zum 550. Jahrestag der Stadt - 1927 - wurden Anstecknadeln an die Bürger verteilt, auf denen neben dem Stadtwappen von halber Rose und halbem Stern auch der Bär abgebildet wurde.

In der Zeit der Wiederbesiedlung des Bären in deutschen Waldgebieten steht dieser Bär hier als eiserner Einzelgänger.


Kunstobjekt Barntruper Bär, Künstler: Sieglinde Strohmeier, Foto: Redeker


Frieden
Foto des Kunstobjektes Frieden

Zu Ehren der lippischen Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/ 71 wurde ca. 30 Meter entfernt die "Friedenseiche" gepflanzt. Dies war die Grundlage für die Idee einer Skulptur mit der Bezeichnung "Frieden".

Frieden kann täglich
gelebt werden durch:
AkzeptanzVersöhnung
Toleranz Gewaltlosigkeit
EmpathieZuneigung
NächstenliebeHilfsbereitschaft
Freundschaft 
In der Familie, im Freundeskreis, im Beruf, im Land und auf unserer Erde.
Frieden - Freedom - La Paix - Schalom - Salam



Kunstobjekt Frieden, Künstler: Elke Kollmeier, Foto: Redeker


Ein Baum für die Kunst
Foto des Kunstobjektes Baum

Die wohltuende Ruhe des Waldes, die Grüntöne der Natur in vielfältigen Nuancen sind Balsam für unser Befinden.

Das Bedürfnis, etwas Eigenes zu schaffen, den Objekten Farbe und Form zu geben, ist in allen Kulturen vorhanden.

Dieser Baum, gestaltet von Barntruper Künstlern soll ein Farbbeispiel für die unnachahmliche Natur inmitten des Barntruper Waldes sein.


Kunstobjekt Ein Baum für die Kunst, Künstler: Elvira Klusmeier, Foto: Redeker


Das Dreieck
Foto des Kunstobjektes Dreieck

Für die Barntruper Spaziergänger ist "Das Dreieck" ein wichtiger Orientierungspunkt auf ihren Wanderwegen. Die Zahl ist dabei sehr vielschichtig und ihr kommt in vielen Bereichen eine besondere Bedeutung zu.

  • Mathematik - Primzahl 3
  • Musik - Dreivierteltakt
  • Literatur - magische Zahl
  • Religion - Heilige Drei Könige
  • Kirche - Dreifaltigkeit

Hier ist das Dreieck mit den Naturmaterialien Stein, Metall und Holz dargestellt.


Kunstobjekt Das Dreieck, Künstler: Wolfgang Redeker, Foto: Redeker


Der Pilz
Foto des Kunstobjektes Pilz

Dieser Pilz, als Komposition der Naturstoffe Metall und Holz, soll dokumentieren, dass der Barntruper ein fleißiger Pilzsucher ist und sehr geschickt darin ist, die guten Fundstellen geheim zu halten.

Um den Nicht-Pilz-Kundigen die Suche zu erleichtern, wurde hier die Barntruper Pilzlegende installiert, die über die wichtigsten Arten informiert.


Kunstobjekt Der Pilz, Künstler: Wolfgang Redeker, Foto: Redeker


Zigarre
Foto des Kunstobjektes Zigarre

In der Zeit von 1861 bis 1956 war die Zigarrenfabrik Steneberg mit seiner Hauptproduktionsstätte in Barntrup, sowie weiteren Fabriken in Alverdissen und Sonneborn der wichtigste Arbeitgeber. Die "Zigarre" war in dieser Zeit ein besonderes und unverkennbares Markenzeichen der Stadt. Die Bezeichnung der Zigarren lautere "Stebali" und stand für Steneberg-Barntrup-Lippe. Bei der Gründung 1861 waren 19 Männer und 18 Frauen beschäftigt. 1936 waren es über 350 Mitarbeiter.

1956 wurde durch eine staatliche Stilllegungsprämie in Höhe von 150.000 DM das Unternehmen aus dem Markt genommen. Weitere Informationen finden Sie im Vorraum der städtischen Bücherei in der ehemaligen Fabrik Steneberg. (Mittelstraße 14)
Kunstobjekt Zigarre, Künstler: Heinrich Basche, Wolfgang Redeker, Foto: Redeker


Barntruper malen Barntrup

Foto des Kunstobjektes Barntruper malen BarntrupBarntruper Bürgerinnen und Bürger waren anlässlich des Stadtfestes 2011 aufgefordert, selbst zu Farbe und Pinsel zu greifen, um eine Leinwand (1,90 x 1,30 Meter) malerisch zu gestalten .

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 des städt. Gymnasiums Barntrup und die begleitende Kunstlehrerin Frau Dagmar Stark hatten vorbereitend Konturen der bekanntesten Barntruper Bauwerke (Schloss, Rathaus, Ehrenmal und ev. Kirche) auf der Leinwand aufgebracht und waren den Barntruper Bürgern bei Ihrer malerischen Kreativität behilflich.

Das hier gezeigte Bild ist eine Reproduktion. Das Original hängt im städt. Gymnasium Barntrup. 


Kunstobjekt Barntruper malen Barntrup, Künstler: Bürgerinnen und Bürger der Stadt Barntrup, Repro: Dr. Michael Plachky Foto: Redeker


Der Notenschlüssel
Foto des Kunstobjektes Notenschlüssel

"Der Notenschlüssel" dient in der Musik dazu, im Notensystem festzulegen, welche Tonhöhe die fünf Notenlinien repräsentieren.

Den Sängern des MGV-LiedertafelIcon das einen externen Link kennzeichnet (160 jähriges Jubiläum im Jahr 2011) eine alltägliche Leitlinie für ihren Gesang.

Im Jahr 1988 wurde vom damaligen Bürgermeister Herrn Dr. Paul Harff und dem Sangesbruder Heinz Haverich eine über 300 Jahre alte Eiche zum Symbol des Gesangvereins erkoren. Leider musste die "Sängereiche" im Jahr 2009 aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

2010 wurde dann an gleicher Stelle in einer Feierstunde im Beisein des Bürgermeisters Herrn Herbert Dahle, dem Vereinsvorsitzenden Herrn Friedhelm Schlingmann und dem zuständigen Förster Herrn Frank Sundermann eine neue Eiche gepflanzt.

Der Notenschlüssel soll daran erinnern, dass Männerchöre und der Gesang immer noch einen hohen Stellenwert in Barntrup haben.


Kunstobjekt Der Notenschlüssel, Künstler: Wolfgang Redeker, Foto: Redeker


Ein Platz in Barntrup

Foto des Kunstobjektes "Ein Platz in Barntrup"Die Stühle stehen symbolisch für die Jugendhilfe in Barntrup. Zwei Plätze, damit immer ein Platz frei ist, für ein Kind, falls es ihn braucht. Verbunden mit dem Wunsch, dass es in seinem Leben immer bunter werden soll                                                                                              

Geschichte der Barntruper Jugendhilfe: Anton Freiherr von Haxthausen  vermachte der Stadt Barntrup einen Großteil seines Vermögens mit der Auflage, davon ein Waisenhaus mit einer Schule zu errichten, in der die Waisenkinder für einen späteren Beruf vorbereitet werden sollten. Am 7. Dezember 1785, zwölf Jahre nach dem Tod des Stifters, fand die feierliche Einweihung statt. Der noch heute bestehende schlichte Barockbau des Waisenhauses in der Mittelstraße (heute Bürgerbüro) hatte früher ein Dielentor und einen Eingang mit Freitreppe.
Im Februar 1964 wurde Barntrup als Standort für das erste Kinderdorf in LippeIcon das einen externen Link kennzeichnet ausgewählt.

Heute werden mehr als 100 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in unterschiedlichen Maßnahmen betreut.


Kunstobjekt Ein Platz in Barntrup, Idee und Realisierung. Guido Kasper mit Kindern und Jugendlichen, Farbliche Gestaltung: Schüler der von Haxthausen Grundschule, Foto: Redeker


Schinkenbaum
Foto des Kunstobjektes Schinkenbaum

Zum Leben in Lippe gehörte bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts das Hausschwein. Im Winter wurde das Schlachtfest gefeiert. Man aß frisch gebratenen Flomen, Mett, Stiek und trank dazu den lippischen Wacholder.

Eine besondere Delikatesse war der Schinken. Wenn er geräuchert wurde, musste dies unbedingt mit Buchenholz-Spänen erfolgen. Der vorbereitete Schinken wurde in Beutel verpackt und draußen zum trocknen aufgehängt.

Die bunten Beutel erinnern an den Schweineschinken, sollen aber auch mit ihrer Farbigkeit die Freude des Daseins symbolisieren.


Kunstobjekt Schinkenbaum, Künstler: Sieglinde Strohmeier, Foto: Redeker


Holzfinne
Foto des Kunstobjektes Holzfinne

Bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts standen in Barntrup und in vielen lippischen Gemeinden vor den Häusern Holzfinnen, die das Stadtbild entscheidend geprägt haben. Große, kleine, runde und eckige; reine Kunstwerke, schön anzusehen.

Im Winter wurden Bäume gefällt, gesägt und das Holz in schweißtreibender Arbeit in Scheite gehackt. Der persönliche Energieverlust wurde bei den alten Barntrupern jedoch von Zeit zu Zeit mit einem Schluck aus dem Flachmann wieder aufgefüllt.

Die sorgfältig und fachmännisch gestapelten Holzfinnen waren erforderlich um das Holz zu trocknen. In dieser Zeit gab es keine Zentralheizung und die Öfen wurden mit diesem Holz angeheizt.


Kunstobjekt Holzfinne, Idee: Sieglinde Strohmeier, Realisierung: Wolfgang Redeker und Heinz-Jürgen Pulver, Foto: Redeker


Pickert
Foto des Kunstobjektes Pickert

Der Pickert ist quasi das "Nationalgericht" der Lipper

Man sieht auch daran, wie bodenständig der Lipper ist. Er begnügt sich mit einfachen Mahlzeiten und benötigt keinen unnützen Schnick-Schnack.

Der Pickert war das typisch lippische Gericht der arbeitenden Bevölkerung. Das Wort Pickert wird wahrscheinlich vom plattdeutschen Wort "pecken" (=kleben) hergeleitet. Der lippische Pickert wurde seit jeher mit viel Fett zubereitet und als Arme-Leute-Essen sollte er den Bauern als nahrhafte Grundlage für einem anstrengenden Arbeitstag dienen. Der Pickert wurde auf der blanken Herdplatte des Küchenherdes gebacken. Das war möglich, weil nur mit Holz oder Torf gefeuert wurde (den Kohlegeruch hätte der Pickert angenommen). Die Herdplatte wurde blank gescheuert, mit einer Speckschwarte eingefettet und darauf dann der Pickert gebacken - eine ca. 4 cm dicke und 30 mal 30 cm große Teigschicht. Der fertige Pickert wurde in Streifen und Stücke zerteil. Diese schnitt man in der Mitte flach auf und bestrich sie mit "guter" (weil eigener) Butter oder geräucherter lippischer Leberwurst vom eigenen Schwein. Zu dem Rosinenpickert sagten die alten Lipper nur, das sei "Neureichenpickert". Das Geld für Rosinen hatten sie nämlich meistens nicht. Sicher - auch damals gab es Lipper, die auf ihren Pickert etwas Süßes haben wollten, nur dann war es Rübenkraut, natürlich auch selbst gemachtes. 

Ein leckeres Pickertrezept zum herunterladen finden Sie hier.

Kunstobjekt Pickert, Künstler: Guido Kasper mit Kindern und Jugendlichen aus Barntrup, Foto: Redeker


Wind - Fluch, Segen, Irritationen!
Foto des Kunstobjektes Wind

Die Wirkung des Windes zeigt sich in vielfältigen Fassetten.

FLUCH
Durch den Sturm Kyrill (18. und 19. Januar 2007) wurden im Stadt- und Interessentenwald Barntrup ca. 3.245 Festmeter Rundholz zerstört, die anschliessend aufgearbeitet und vermarktet wurden. Bei den umgestürzten Bäumen handelte es sich hauptsächlich um flachwurzelnde Nadelhölzer. Der Mischwald der heute zu sehen ist, besteht vorwiegend aus aufgeforsteten standsicheren Laubholzarten. Das Nadelholz ist als Naturverjüngung aus den Samen der durch Kyrill geworfenen Altholzbäume eingemischt worden.

SEGEN
Mit der Windkraft wird umweltschonend Strom erzeugt, Wind sorgt für die Verbreitung von Samen in der Natur.

IRRITATION
Menschen erzeugen mit dem Drehen nach dem Wind gegenüber ihren Mitmenschen Irritationen. Ebenso Parteien, die sich nach dem Wind drehen um gewählt zu werden.


Kunstobjekt Wind, Künstler: Wolfgang Redeker, Foto: Redeker


Die Hexe
Foto des Kunstobjektes Hexe

Die Grafschaft Lippe gehörte zur Kernzone der Hexenprozesse in Mitteleuropa. Die Hexenverfolgung fand überwiegend zwischen 1509 und 1681 statt.

Unwissenheit, Intoleranz und Fanatismus forderten auch in Barntrup ihre Opfer.

Im Jahr 1657, in der Nacht zum 1. Mai, will der Nachtwächter Johann Stöcker in Gerlach Pennings Gastwirtschaft (heute Mittelstraße 37) den großen Hexentanz gesehen und dadurch einen Schadenszauber erlitten haben. Der anschließenden Welle der Hexenprozesse fielen zehn Barntruper Bürgerinnen und Bürger (neun Frauen und ein Mann) zum Opfer. Darunter war auch die Frau des Gastwirtes Annen Hohmuth, die am 24.05.1658 durch das Schwert hingerichtet wurde.

Die Skulptur erinnert an das Unrecht der damaligen Zeit und steht speziell für Frau Anne Hohmuth.

Interessantes zu der Geschichte der Hexenprozesse und -verfolgung finden Sie etwa 20 Kilometer entfernt im Museum Hexenbürgermeisterhaus in LemgoIcon das einen externen Link kennzeichnet.


Kunstobjekt Die Hexe, Künstler: Sieglinde Strohmeier, Technische Unterstützung. Klaus-Dieter Hartmann, Foto: Redeker


Der Pflug
Foto des Kunstobjektes Der Pflug

Der Titel dieser Skulptur steht für schwere körperliche Arbeit in der Landwirtschaft, die Jahrhunderte ohne technische Hilfe geleistet werden musste. Es gab in Barntrup viele Ackerbauern, aber auch Familien, die ausschließlich vom Ertrag ihres Ackers leben mussten. Da oft keine Pferde oder andere Zugtiere zur Verfügung standen, wurde der Pflug, das wohl wichtigste landwirtschaftliche Gerät, meist mit dem eigenen Körper gezogen. Neben dem Pflug waren Spaten, Harke, Hacke, Schaufel, Spitzhacke sowie andere Geräte die wichtigsten Werkzeuge.

Dieses Objekt soll an die Zeit erinnern, in der es noch keine prall gefüllten Supermärkte gab und der Lebensunterhalt durch schwere körperliche landwirtschaftliche Arbeit gesichert wurden musste.


Kunstobjekt Der Pflug, Künstler: Sieglinde Strohmeier, Idee: Gerhard Reineke und Wolfgang Redeker, Foto: Redeker


Kunstallee
Foto des Kunstobjektes Kunstallee

Anlässlich des „Lippischen Alleentages“ am 19.10.2014 wurden hier Pfähle aufgestellt, die von Bewohnerinnen und Bewohnern der Großgemeinde Barntrup farblich gestaltet wurden.
Kunstobjekt Kunstallee, Künstlerische Unterstützung: Guido Kasper, Elke Kollmeier, Sieglinde Strohmeier, Idee und Konzept: Wolfgang Redeker, Foto: Redeker


Gedanken
Foto des Kunstobjektes Gedanken

Die Gedanken sind frei!

Das Gehirn eines Menschen ist vielschichtig und kaum erforscht.

Es entspringen dem Gehirn Gedanken, die unterschiedlicher nicht sein können und der Mensch ist oft erschrocken, welche Gedanken manchmal seinem Hirn entspringen.

Hass – Liebe – Sehnsucht – Tod – Angst – Bewunderung

Träume – Gewalt – Frieden – Visionen – Neid – Anerkennung


Kunstobjekt Gedanken, Künstler: Wolfgang Redeker, Foto: Redeker


Entwicklung

Von Mai 2010 bis Juli 2016 konnten unter Mithilfe von Barntruper Künstlern, Sponsoren und Mitarbeitern des Bauhofes der Stadt Barntrup 28 Objekte gestaltet und aufgestellt werden.

Der Kunstpfad ist kein abgeschlossenes Projekt. Wolfgang Redeker freut sich auf Ihre Ideen.

Beteiligte Künstler

Folgende Barntruper Künstler beteiligen sich aktiv an dem Kunstpfad

  • Herr Heinrich Basche
  • Frau Gudrun Harff
  • Herr Guido Kasper mit Jugendlichen
  • Frau Elvira Klusmeier
  • Frau Elke Kollmeier
  • Herr Wolfgang Redeker
  • Frau Dagmar Stark mit Schülern des Gymnasiums Barnmtrup
  • Frau Hildegard Steinheider mit Schülern der Hauptschule Barntrup/ Dörentrup
  • Frau Sieglinde Strohmeier
  • Herr F. Sundermann

Regionale Entwicklungsstrategie Nordlippe 2014 - 2020

Regionale Entwicklungsstrategie Nordlippe 2014 - 2020


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Tel:0 52 63/ 409-0
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Montag08.30 - 12.00 Uhr
Montag14.00 - 17.00 Uhr
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Dienstags ist die Verwaltung geschlossen.

Öffnungszeiten Bürgerbüro

Montag08.00 - 17.00 Uhr
Mittwoch08.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag08.00 - 18.00 Uhr
Freitag08.00 - 12.00 Uhr


Ab dem 01.08.2016 ist das Bürgerbüro bis auf weiteres dienstags geschlossen.


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