Anmeldung einer Eheschließung

Die Anmeldung zur Eheschließung

Sie müssen die Eheschließung beim Standesamt anmelden. Welches Standesamt für die Anmeldung der Eheschließung zuständig ist, hängt vom Wohnsitz der Heiratswilligen ab. Haben die Verlobten unterschiedliche Wohnsitze, können sie sich aussuchen, bei welchem der zuständigen Standesämter sie die Eheschließung anmelden wollen. Die Zuständigkeit ist jedoch nur für die Anmeldung der Eheschließung bindend. Die Ehe kann in jedem Standesamt in Deutschland geschlossen werden.

Für die Anmeldung der Eheschließung stimmen Sie bitte einen Termin mit uns ab. Dadurch werden unnötige Wartezeiten vermieden.

Grundsätzlich müssen die Verlobten persönlich im Standesamt vorsprechen. Ist einer der Verlobten verhindert, kann er den anderen Verlobten schriftlich ermächtigen. Ausnahmsweise, wenn beide Verlobten aus wichtigem Grund verhindert sind, kann die Eheschließung schriftlich oder durch einen Vertreter angemeldet werden.

Die Anmeldung der Eheschließung ist erforderlich, damit der Standesbeamte feststellen kann, ob die rechtlichen Voraussetzungen für die Eheschließung erfüllt sind oder ob bei dem Heiratswunsch ein Eheverbot entgegen steht (Prüfung der Ehefähigkeit). Der Standesbeamte muss dazu einige Fragen an die Ehewilligen stellen.

"Sind Sie schon 18 Jahre alt?"

Mindestens einer der beiden Verlobten muss volljährig sein, der andere Verlobte kann dann mit einer Befreiung von der Ehemündigkeit durch das Familiengericht heiraten, wenn er 16 Jahre alt ist. Das Familiengericht beteiligt im Befreiungsverfahren die Eltern bzw. den gesetzlichen Vertreter des Minderjährigen,

"Waren Sie schon verheiratet?"

Die frühere Ehe muss durch Tod, Scheidung oder sonstige gerichtliche Aufhebung aufgelöst sein. Wurde eine frühere Ehe im Ausland geschieden, so gilt: Eine Auslandsscheidung ist in der Regel nur wirksam, wenn sie durch die zuständige Landesjustizverwaltung ausdrücklich anerkannt wurde. Ausnahmen gelten nur, wenn die Ehe im Heimatstaat beider Ehegatten geschieden worden ist und keiner der Ehegatten deutschem Recht untersteht. Eine Anerkennung ist auch dann nicht erforderlich, wenn ein Gericht oder eine Behörde des Staates der EU, ausgenommen Dänemark, entschieden hat und die Entscheidung ab dem 01. März 2001 ergangen ist. Soweit eine Anerkennung erforderlich ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig den erforderlichen Antrag zu stellen, weil die Bearbeitung eine gewisse Zeit erfordert und unter Umständen weitere Unterlagen beschafft werden müssen. Bei der Antragstellung ist das Standesamt, bei dem die Ehe angemeldet werden soll, gerne behilflich. Wurde die Anerkennung eines ausländischen Scheidungsurteils einmal von einer Landesjustizverwaltung ausgesprochen, so ist sie in der gesamten Bundesrepublik Deutschland für Gerichte und Verwaltungsbehörden bindend.

"Sind Sie in gerader Linie miteinander verwandt? Oder sind Sie Voll- oder Halbgeschwister?"

In diesen Fällen ist eine Ehe ausgeschlossen.

"Sind Sie das Adoptivkind des Anderen?"

In diesem Fall müsste zuerst die Adoption aufgehoben werden.

"Haben Sie eine ausländische Staatsangehörigkeit?"

Ausländer müssen ein Ehefähigkeitszeugnis ihrer Heimatbehörde vorlegen. Ist das nicht möglich, muss eine Befreiung durch den Präsidenten des in der Bundesrepublik Deutschland zuständigen Oberlandesgerichts beigebracht werden. Erst wenn diese Fragen geklärt sind, kann der Standesbeamte die Ehefähigkeit der Verlobten feststellen und einen konkreten Termin für die Eheschließung vereinbaren.

Fristen

Die Anmeldung der Eheschließung darf frühestens 6 Monate vor dem Eheschließungstermin erfolgen. Grundsätzlich bestehen keine Fristen für die Anmeldung der Eheschließung. Da aber meist ein bestimmter Hochzeitstermin gewünscht wird, ist es ratsam, sich beim zuständigen Standesamt zu erkundigen, ob der gewünschte Termin frei ist und bis wann die Eheschließung angemeldet werden muss. Außerdem ist zu bedenken, dass die Beschaffung der notwendigen Papiere Zeit in Anspruch nehmen kann.

Benötigte Unterlagen

Beide Partner sind ledig, volljährig und besitzen zudem die deutsche Staatsangehörigkeit. In diesem Fall werden folgende Unterlagen benötigt: Personalausweis oder Reisepass beider Partner,  beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister (ausländische Staatsangehörige: Geburtsurkunde), Aufenthaltsbescheinigung der Meldebehörde (falls ein Partner nicht in Barntrup wohnhaft ist). Wer schon verheiratet war benötigt darüber hinaus: Eheurkunde mit Auflösungsvermerk oder eine beglaubigte Ablichtung des als Heiratseintrag fortgeführten Familienbuches der Vorehe (Heiratsstandesamt). Bei vorheriger Ehe im Ausland und eventuell dortiger Scheidung erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Standesamt nach den erforderlichen Urkunden und Unterlagen. Sofern ausländische Scheidungsurteile in Deutschland noch anerkannt werden müssen, erhalten Sie auch hierzu Informationen von Ihrem Standesamt.

Für gemeinsame Kinder werden Geburtsurkunden oder beglaubigte Abschriften aus dem Geburtsregister benötigt, wenn die Kinder nicht in Barntrup geboren sind.

Die Namensführung in der Ehe nach deutschem Recht

Sie haben die Möglichkeit, einen gemeinsamen Ehenamen zu bestimmen. Dies kann der Geburtsname oder der zum Zeitpunkt der Erklärung geführte Name des Mannes oder der Frau sein. 

Derjenige, dessen Geburtsname nicht Ehename wird, kann dem Ehenamen seinen Geburtsnamen oder den zum Zeitpunkt der Eheschließung geführten Namen voranstellen oder anfügen.

Das Voranstellen oder Anfügen eines Namens ist nicht möglich, wenn bereits der Ehename aus mehreren Namen besteht. Besteht der Name des Ehegatten, der von der Voranstellung oder Anfügung Gebrauch machen will, aus mehreren Namen, so kann nur einer dieser Namen hinzugefügt werden.



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